Noch bis zum 7. August präsentiert der italienische Künstler Fabrizio Plessi in der Kunsthalle Recklinghausen die Ausstellung „Digital Wall“. Und weil Plessi sich schon seit seinen frühesten Werken mit dem Element Wasser auseinandersetzt, spielt es auch in seiner aktuellen Ausstellung eine zentrale Rolle. Genau wie das Feuer. Diesmal allerdings in moderner Form mit Videos auf Monitoren. Mithilfe der Videotechnologie lässt Plessi zwei ephemere Elemente, die er formal wie inhaltlich – als Gestaltungsmedium und Inspirationsquelle – synthetisieren.

Die Ausstellung erstreckt sich über drei Etagen. Im Erdgeschoss des Hauses widmet der Künstler sich dem Thema Wasser. Darin spiegelt sich die Dynamik des Lebens selbst, seine energetische Potentialität und Beweglichkeit, ein dauerndes Werden und Vergehen. Es spiegelt sich aber auch das Fließen des Zeitstroms, bei dem sich das Vorher in ein Nachher verlängert, der das Leben insgesamt trägt und immer neues, nie dagewesenes und unausdenkbares Leben hervorbringt – es spiegelt sich also die Zeit als ein weiterer konstitutiver Faktor in Plessis Œuvre.

Im ersten Obergeschoss wiederum widmet sich Plessi dem Feuer. Hier allerdings nicht in Form lodernder Flammen, sondern als zäh dahinfließende Lavaströme. Wie schon das Wasser, symbolisiert das Feuer Prozess und Veränderung, einen in sich bewegten, dynamischen Kosmos und eine Natur, die sich selbst gestaltet. Zu guter Letzt findet sich im zweiten Obergeschoss das Thema Blitz, hier in Form von zehn schlanken Monitorsäulen.

Zusätzlich zu den Monitoren zeigt Plessi großformatige Zeichnungen, die seine Ausstellung vorbereiteten, sie aber ebenso kommentieren und begleiten.

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