STECKBRIEF:

Name:  Jill Zmyslony

Alter: 26 Jahre

Ort: Castrop-Rauxel

Hobbies: Reisen, Freunde, Familie

Bei der Sparkasse seit: 2012

Was gehört zu deinen Aufgaben bei der Sparkasse?

Ich bin Privatkundenberaterin, das heißt, zu meinen täglichen Aufgaben gehören Dinge wie Sachbearbeitung, Antragsbearbeitung und die Bearbeitung von Online-Anträgen. Außerdem gehören Gesprächstermine mit Privatkunden und Servicetätigkeiten für unsere Laufkundschaft dazu.

Wie verlief dein Werdegang?

Der normale Werdegang wäre damals für mich gewesen, dass ich nach meiner Ausbildung als Mitarbeiterin im Servicebereich eingesetzt worden wäre. Das ist heute eventuell anders. Ich bin damals aber direkt in eine Stelle mit eigener Service-und Beratungstätigkeiten eingestiegen, das heißt ich habe inhaltlich und gehaltstechnisch einen kleinen Sprung machen dürfen. Nach der Ausbildung war ich somit drei Jahre in unserem sogenannten ‚Pool‘ eingesetzt. Das ist die Stelle in unserem Regionalmarkt, die für Einsatzunterstützung, als Urlaubsvertretung und in Krankheitsfällen immer da zuständig ist, wo sie gebraucht wird. Ein Vorteil für mich war, dass ich von den jeweils verschiedenen Beratungscentern in unterschiedlichen Städten etwas lernen konnte. Ich habe viele Abläufe kennengelernt und mir ein umfangreiches Fachwissen aufbauen können, indem ich mir von immer wieder anderen Kollegen jeweils neue Fähigkeiten aneignen konnte.

Du hast ein Abitur vor deiner Ausbildung gemacht, oder? Braucht man das zwingend, für den Einstieg in die Sparkasse?

Nein, es reicht ein guter Abschluss der mittleren Reife, da wir auch Realschülern gute Perspektiven ermöglichen möchten.

Was dachtest du ganz zu Anfang, als du mit der Ausbildung begonnen hast?  Bzw. gab es Dinge, die dich in deinen ersten Monaten besonders überrascht haben?

Was ich bis heute super toll finde und was mir direkt am Anfang auffiel, ist eigentlich das besondere Klima in der Sparkasse. Das ist schon fast familiär. Klar, nicht in jedem einzelnen Fall. Aber schon zu 90%. Das ist nicht nur reine Arbeit, sondern man hat wirklich auch das Gefühl, Zeit mit Menschen zu verbringen, die man gern hat. Das habe ich in meinen ersten drei Jahren besonders gemerkt. Und merke es auch noch heute.

Was hat dich vor deiner Bewerbung am meisten überzeugt? Wo lag perspektivisch gesehen der Reiz für dich?

Ich wollte damals auf keinen Fall einen reinen Bürojob machen, sondern Kontakt mit Menschen haben. Ich hatte überlegt, was man so machen kann und in welchen Bereich ich gehen könnte. Als der kaufmännische Bereich feststand, habe ich unterschiedliche Richtungen miteinander verglichen. Überzeugt hat mich dann auch im Vergleich zu anderen Bereichen, wie dem sozialen, dass man in der Sparkasse keine Schichtdienste hat, keine Wochenendarbeit leisten muss und dabei dennoch sehr viel Kontakt mit Menschen hat. Auch soziale Aspekte, wie das ‚Helfen‘ sind durch unsere Service-Aufgaben hier vertreten. Und langfristig gesehen war natürlich auch das Gehalt ein entscheidender Faktor für mich.

Konntest du dir nach deiner Ausbildung aussuchen, in welcher Stadt du arbeitest?

Nicht direkt. Aber indirekt schon. Die Einteilung erfolgt streng genommen über unsere Personalabteilung, wobei normalerweise schon darauf geachtet wird, dass man die Mitarbeiter nah am Wohnort einsetzt. Das wird definitiv berücksichtigt. Und man kann natürlich immer versuchen, seine Wünsche zu äußern.

Worin liegt der Reiz für dich heute? Was ist für dich das Besondere an deinem Job?

Mir macht alles, was ich tue, sehr viel Spaß. Aber das wirklich Besondere ist eigentlich mein Sparkassen internes Studium, das ich zur Zeit machen kann.

Außerdem bietet der Job eine relativ große Sicherheit. Es gibt viele Zusatzleistungen für uns Mitarbeiter: Wir bekommen zum Beispiel alle sechs Jahre das volle Paket an vermögenswirksamen Leistungen ausbezahlt, das heißt die vollen 40 Euro pro Monat. Andere Arbeitgeber sparen oft weniger für ihre Mitarbeiter, zum Beispiel nur 7 Euro. Ich darf aussuchen, ob ich dieses Geld in einen Deka-Fond, einen Bausparvertrag oder in ein normales Sparkassenbuch einsparen möchte. Zusätzlich gibt es auch das 13. Monatsgehalt und das 14. Monatsgehalt. Und es gibt eine betriebliche Altersvorsorge, in die die Sparkasse für uns Mitarbeiter Beiträge einzahlt.

Wie lange dauert dein internes Studium?

In Teilzeit würde es ein ganzes Jahr dauern. Dann würde ich immer samstags zur Uni gehen. Ich möchte es aber lieber in der Vollzeitvariante machen, was dann insgesamt zwei Monate dauert. Am 01.09. ist die Aufnahmeprüfung. Der Studienbeginn ist im November. Teilweise werde für die zwei Monate freigestellt, den Rest kann ich als unbezahlten Urlaub nehmen.

Was würdest du Schülern raten, die heute vor der Berufswahl stehen?

Ich glaube es ist sehr wichtig, sich vorher richtig zu informieren. Deswegen würde ich jedem raten, einfach viel herumzufragen, sich zu informieren und sich ein Bild von den Tätigkeiten und Aufgabenfeldern zu machen, die einen Auszubildenden oder eine Auszubildende hier erwarten. Ich sitze heute teilweise selbst mit in den Auswahlgesprächen dabei und merke immer wieder, dass viele ein ganz falsches Bild von unserem Beruf haben. Viele sagen nur, ‚ich bin gut in Mathe‘ und ‚ich kann gut mit Zahlen umgehen‘. Aber das ist halt nicht alles. Außerdem ist es immer gut, ein Praktikum zu machen. So erfährt man ganz direkt, was in der Sparkasse gemacht wird.

Inwiefern unterscheidet sich denn das echte Berufsbild von der von dir erwähnten Aussage ‚ich bin gut in Mathe‘?

Viele denken ja, dass wir den ganzen Tag nur mit Zahlen arbeiten, am PC sitzen und Tabellen auswerten. Deshalb sagen im Bewerbungsgespräch eben viele, dass sie gut mit Zahlen arbeiten können. Aber eigentlich liegt während der Ausbildung unsere Haupttätigkeit in der Kundenbetreuung. Wir bauen hier teilweise Beziehungen über mehrere Jahre zu unseren Kunden auf und setzen uns immer wieder mit ihnen zusammen, um sie zu beraten. Und dazu gehört viel Menschliches. Und viel Kommunikation.

Wo kann man sich denn informieren?

Also zunächst haben wir auf unserer Webseite einen großen Auftritt zum Thema Karriere, der ist relativ umfangreich. Ansonsten organisieren wir auch Infotage oder gehen direkt in die Schulen, wo wir den Beruf vorstellen und Schüler uns direkt ansprechen können. Außerdem präsentieren wir uns zunehmend im Bereich Social Media.

Am besten finde ich persönlich aber immer noch das Herumfragen im Bekannten- und Freundeskreis. Von Leuten, die man kennt, kann man sich am allerbesten ‚First-Hand-Informationen‘ beschaffen. Und wenn man niemanden kennt, der bei der Sparkasse arbeitet, könnte man natürlich auch ganz direkt einmal in unseren Beratungscentern vor Ort fragen. Gerade wenn jemand bereits Kunde ist, könnte man am Schalter zum Beispiel das nächste Mal einfach fragen: ‚Wie sieht denn eigentlich ihr Arbeitstag hier genau aus?‘ oder ‚Wie laufen die Dinge für Auszubildende in der Sparkasse?‘. Der direkte Weg ist häufig der beste.