Irgendwann ist es so weit: Die Fassade muss gemacht, der Heizkessel ersetzt werden. Wer dann kein Geld zurückgelegt hat, steht vor einem Problem. Lesen Sie hier, mit welchen Summen Sie rechnen müssen.

Fünf große Posten gibt es im Lebenszyklus eines Eigenheims, die irgendwann jeden Besitzer treffen werden:

  • Dach,
  • Fassade,
  • Heizung,
  • Küche
  • Bad

Die Fassade muss je nach Anstrich alle zehn bis 20 Jahre gemacht werden, das heißt: Diese Kosten werden Immobilienbesitzer häufiger treffen. Ob eine Heizung noch gut genug ist, hängt auch von äußeren Faktoren ab wie beispielsweise der Energieeinsparverordnung. Derzeit gilt: Was älter ist als 30 Jahre, muss ersetzt werden. Nur wenig Probleme macht in der Regel das Dach: Es sollte eigentlich gut 50 Jahre halten.

Allerdings sind das alles nur Richtwerte. Denn natürlich kommt es immer darauf an, welche Materialien verarbeitet wurden, und auch darauf, wie das Umfeld ist: Ein Dach unter Bäumen muss beispielsweise schneller ersetzt werden als das eines frei stehenden Hauses. Denn eine ständig feuchte Laubschicht tut den Ziegeln auf Dauer nicht gut. Auch eine neue Küche und ein neues Badezimmer sind irgendwann nötig: Rohre und Armaturen altern, Möbel nutzen sich ab, Fliesen sind irgendwann altmodisch, und eventuell will man altersgerecht umbauen.

Die Kosten für diese Arbeiten sind so unterschiedlich wie die Häuser selbst. Der Preis für ein neues Dach ist beispielsweise abhängig von der Fläche, die gedeckt werden muss, aber auch vom Material, das man verwenden will. Sicher ist jedoch: Alle fünf Posten sind teuer. Im Regelfall zu teuer, um sie ohne Ansparungen bezahlen zu können. Experten wie beispielsweise der Eigentümerschutzverein Haus und Grund empfehlen darum, 8 bis 15 Euro pro Quadratmeter und Jahr zurückzulegen. Bei einer Wohnfläche von 120 Quadratmetern sind das also 960 bis 1.800 Euro. Wer eine neuere oder gerade renovierte Immobilie hat, muss natürlich weniger zurücklegen, da vermutlich zunächst keine Arbeiten anstehen. Wird das Objekt älter, sollte man mehr zurücklegen. Eigenheimer im Einfamilienhaus müssen dabei besonders diszipliniert sein, vor allem in Zeiten, in denen Guthaben schlecht verzinst wird. Trotzdem sollte man Geld zur Seite legen, denn eine Heizung kann auch plötzlich nicht mehr funktionieren.

Anders sieht es aus bei den Besitzern einer Eigentumswohnung: Sie sind über den Vertrag mit der Eigentümergemeinschaft verpflichtet, regelmäßig Geld zurückzulegen. Die Höhe wird vom Verwalter in Abstimmung mit den Besitzern jährlich neu festgelegt. Wer keine Rücklagen hat, kann einen Kredit aufnehmen. Ihr Sparkassenberater hilft Ihnen dann gerne weiter. Übrigens gibt es auch die Möglichkeit, eine Förderung zu beantragen: Die KfW beispielsweise vergibt Kredite für energieeffiziente Umbaumaßnahmen und für den altersgerechten Umbau. Die Beraterinnen und Berater in unseren Beratungscentern helfen Ihnen gerne weiter.