Licht dimmen, die Heizung regeln, Fenster überwachen – all das ist im Smarthome schon möglich. Allerdings sollte, wer besonders viele neue technische Module einbaut, auch einen Blick in seine Versicherungsunterlagen werfen: Was ist in welchen Fällen abgesichert?

Im intelligenten Zuhause ist schon einiges möglich: Sie haben zum Beispiel am Morgen die Heizung heruntergedreht. Wenn Sie am Abend nach Hause kommen, soll es aber warm sein. Mit der richtigen technischen Ausstattung können Sie die Temperatur mit einer App auf dem Smartphone von unterwegs regeln. Das Gute an den neuen Technologien: Sie müssen Ihr Haus nicht auf einmal und für viel Geld umbauen lassen. Vielmehr können Sie ganz klein anfangen und schauen, ob Sie mit den neuen Angeboten zurechtkommen. Beispielsweise könnte man zunächst ein Starterset für smarte LED-Beleuchtung kaufen und testen. Ist das Ergebnis überzeugend, kauft man nach und nach Heizkörperthermostate und Fenstersensoren dazu, später dann vernetzte Elektrogeräte zum Beispiel für die Küche.

Ist das Smarthome richtig versichert?

Allerdings: Je mehr Technologie in Ihrem Smarthome steckt, desto schadensanfälliger ist es auch. So kann trotz eines Bewegungsmelders eingebrochen und die Technologie zerstört werden. Oder: Bei einem Unwetter könnte eine Kamera, die außen am Haus angebracht ist, abgerissen werden. Und noch ein Beispiel: Jemand manipuliert Ihre Anlage, und es entsteht dadurch ein Schaden. Ob Sie dann richtig versichert sind, können Sie schnell feststellen, indem Sie einen Blick in Ihre Versicherungsunterlagen werfen.

Eine Hausratversicherung zum Beispiel zahlt nur bei Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Wird Ihre Anlage aber gehackt, zahlt sie im Zweifelsfall nicht. Eventuell bietet Ihre Versicherungsgesellschaft schon zusätzliche Pakete für diese Fälle an. Überprüfen Sie, ob Sie diese benötigen – und vor allem, wie hoch die Summe ist, die Sie im Schadensfall maximal erstattet bekommen. Einige Hersteller von Smarthome-Komponenten arbeiten mit Versicherern zusammen und bieten ihren Kunden Schutzbriefe an. Auch hier sollten Sie genau Kosten und Nutzen abwägen.

Und noch ein Tipp: Sollten Sie sich für aufwendigere Smarthome-Module entschieden haben, lassen Sie diese von einem Fachmann anbringen – um nicht den Versicherungsschutz dadurch zu riskieren, dass etwas falsch installiert wurde und zu einem Schaden führt.